Anpacken ist gut und Aufschieben schlecht! So einfach ist es jedoch nicht immer: Man kann voreilig sein, und man kann die Dinge reifen lassen.
Wann ist etwas geboren? Das lässt sich nur durch Ausprobieren lernen:
Wenn ich dies oder jenes anpacke bzw. liegen lasse – welchen Lebensgewinn oder welche Nachteile bringt es mir und anderen?
Wenn ich nicht das Unangenehmste tun möchte, wie wäre es dann mit dem „Zweit-Unangenehmsten“?
„Alles der Reihe nach“; vielleicht nach der Regel: zuerst das Notwendige, dann das Nützliche, dann das Angenehme.
Als Petrus, vom Ertrinken bedroht, Jesus ruft, heißt es: „Und sogleich fasste ihn Jesus bei der Hand ...“ (Mt 14,31). Es gibt auch die Begegnung mit Menschen oder Situationen, die mir zurufen: Pack zu!
Willi Lambert
Mein Geschenk für heute: mich einlassen auf das Spiel von Anpacken und Aufschieben.
Was ist heute geboten? Eine Sache erledigen, die mir schon lange im Nacken sitzt, und die Entlastung genießen, die sich darauf einstellt. Oder mir erlauben, das „Jetzt, sofort!“ reifen zu lassen. Ist es mir in einer Stunde, morgen oder nächste Woche noch genauso wichtig?
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